Lenken oder lenken lassen

Eine Aussage von Kathryn Kuhlman fordert dazu heraus, die eigene geistliche Haltung zu überprüfen: Lassen wir uns wirklich vom Heiligen Geist führen – oder erwarten wir vielmehr, dass er unsere eigenen Pläne bestätigt?

„Es gibt Gläubige, die den Heiligen Geist lenken, anstatt sich von ihm leiten zu lassen.“ Diese Aussage von Kathryn Kuhlman bringt eine wichtige geistliche Frage auf den Punkt. Denn es ist möglich, den Heiligen Geist im eigenen Glaubensleben zu bekennen und ihn dennoch kaum wirklich bestimmen zu lassen, wohin der Weg führt.

Das Problem ist nicht, dass wir den Heiligen Geist nicht haben, sondern dass wir ihm nicht erlauben, uns zu führen. Wir wollen oft, dass er unsere Pläne gutheißt, unsere Entscheidungen segnet und unseren Kurs unterstützt. Aber Gottes Ordnung ist eine andere:

Der Heilige Geist führt. Der Gläubige folgt.

Hier sind drei Wahrheiten, die jeder Gläubige verstehen sollte:

1. Der Heilige Geist ist unser Führer und nicht unser Follower

Jesus selbst sagte über den Heiligen Geist: „Wenn aber der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit leiten“ (Johannes 16,13). Der Heilige Geist wurde uns nicht gegeben, nur damit wir uns geistlich fühlen. Er wurde uns gegeben, um uns zu führen. Er ist demnach nicht dazu gegeben, unsere bereits getroffenen Entscheidungen nachträglich abzusegnen. Er möchte uns führen.

2. Jesus selbst ließ sich vom Heiligen Geist führen

Matthäus berichtet: „Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt“ (Matthäus 4,1). Jesus, der Sohn Gottes, unterwarf sich der Führung des Geistes. Wenn Jesus in seinem irdischen Wirken auf die Führung des Heiligen Geistes achtete, wie viel mehr gilt das für uns?

Wenn Jesus es zuließ, dass der Heilige Geist ihn in seinem irdischen Wirken führte, sollten wir niemals so selbstsicher werden, dass wir nicht mehr nach seiner Führung fragen.

Je größer unsere Aufgabe ist, desto größer sollte unser Bedürfnis nach seiner Führung sein.

3. Gott um etwas bitten, was er uns nicht aufgetragen hat

Wir können unsere Pläne schmieden, unsere Richtung wählen, unsere Entscheidungen treffen und dann sagen: „Heiliger Geist, bitte segne es.“ Aber vielleicht möchte der Heilige Geist uns in eine ganz andere Richtung führen. Sprüche 14,12 erinnert daran: „Es gibt einen Weg, der einem Menschen richtig erscheint, doch sein Ende ist der Weg des Todes.“

Etwas kann sich richtig anfühlen und dennoch nicht Gottes Führung sein. Deshalb brauchen wir den Heiligen Geist. Die entscheidende Bitte lautet deshalb nicht: „Herr, segne meinen Plan!“, sondern sie sollte zuerst heißen: „Herr, was ist dein Plan?“

Die Aussage Kathryn Kuhlmans lädt dazu ein, die eigene Haltung neu zu überprüfen: Führe ich den Heiligen Geist – oder lasse ich mich von ihm führen?

Aus der Facebook-Gruppe „Friends who love Andrew Wommack“, Überarbeitung des englischen Originalbeitrags „ONE OF THE GREATEST CHALLENGES FACING BELIEVERS“ vom 11.8.2026.

KI-unterstützt übersetzt und redaktionell bearbeitet.

Autor

  • Ehemann von Uta und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Mit einem Team gründete er eine Gemeinde, die er 25 Jahre als Pastor leitete. Seit 2022 ist er Redaktionsleiter von Charisma sowie Missionspartner bei Globe Mission.

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