Am 18. April 2026 kamen 650 Christen aus unterschiedlichen Kirchen und Gemeinden in Rostock zusammen, um gemeinsam Gott anzubeten. Veranstaltet wurde der Lobpreisabend „Praise Again“ vom Verein „Woran ich glaube“. Viele Besucher erlebten den überkonfessionellen Abend als einen Abend voller Hoffnung, Einheit und geistlicher Ermutigung.
Wo Neues entsteht
Mecklenburg-Vorpommern ist eine der säkularsten Regionen Deutschlands. Dies ist auf die DDR-Vergangenheit zurückzuführen. Die Auswirkungen sind trotz der Wiedervereinigung noch heute spürbar. Vielerorts fehlt eine ganze Generation von Christen, die ihren Glauben vorleben und an die nachfolgenden Generationen weitergeben könnte.
Dennoch findet der Heilige Geist auch in dem Bundesland mit der geringsten Bevölkerungsdichte Wege, Menschen zu erreichen. Es entstehen neue Gemeinden und christliche Initiativen, bestehende Gemeinden erstarken und wachsen wieder.
Jesus verändert Leben
Die Band von „Praise Again“ setzte sich aus verschiedenen Lobpreisern aus dem ganzen Bundesland zusammen. Im ersten Lobpreisblock führten sie die Besucher in die Anbetung und legten somit das Fundament für den thematischen Input des Abends. Ein Bandmitglied erzählte, wie Jesus ihn von der Drogensucht befreit und sein Leben grundlegend verändert hat. Ein weiteres Bandmitglied gab einen eindrücklichen Impuls zum Leitvers des Abends weiter: „Wenn jemand zu Christus gehört, ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas völlig Neues hat begonnen.“ (2. Korinther 5,17)
Sie betonte, welche befreiende Gnade und Macht auch heute noch in Jesus Christus liegt.
„Der Himmel war weit geöffnet“, freute sich eine Besucherin. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde für viele Besucher das Wirken des Heiligen Geistes spürbar. Im anschließenden Gebetsaufruf gaben zahlreiche Menschen ihr Leben (neu) Jesus und nahmen persönliches Gebet vom Gebetsteam in Anspruch. Ganz besonders dankbar waren alle Beteiligten für zwei konkrete Heilungen, die an diesem Abend stattfanden. Der zweite Lobpreisblock war schließlich ein Ausdruck tief empfundener Freude. Über Gemeinde- und Generationsgrenzen hinweg wurde gemeinsam gesungen, getanzt und Gott die Ehre gegeben.
Spürbare Einheit
Was diesen Abend besonders auszeichnete, war die Einheit in der Anbetung der Christen, die aus unterschiedlichen Freikirchen und Landeskirchen zusammengekommen waren. Dieser Eindruck wurde durch das Gebetsteam verstärkt, das überwiegend aus Pastoren verschiedener Gemeinden aus Mecklenburg-Vorpommern bestand. Sie sagten: „Mit einem solchen Andrang nach dem Gebetsaufruf haben wir nicht gerechnet. Die Menschen haben Hunger und Sehnsucht, Gott Vater, Jesus Christus und den Heiligen Geist noch mehr erfahren und erleben zu dürfen.“ Auch nach dem offiziellen Ende beteten die Mitarbeiter füreinander und freuten sich bereits auf das nächste Jahr. Das inhaltliche Angebot des Abends wurde durch Informationsstände im Foyer der Stadthalle von Compassion, der Christlichen Buchhandlung Rostock und Lighthouse e. V. Neumünster und Twogether abgerundet.
Der Blick nach vorn
Auch bei externen Veranstaltungen im Nordosten ist Woran ich glaube e. V. aktiv – so werden einige Bandmitglieder und Techniker des diesjährigen „Praise Again“ vom 24. bis 31. Juli 2026 bei einer christlichen Zeltstadt für alle Generationen im Parchimer Ortsteil Slate mit Lobpreis dienen. Für 2027 ist ebenfalls wieder ein „Praise Again“-Lobpreisabend in Rostock geplant. Die Veranstaltung war in den Räumlichkeiten dieses Jahr erneut ausverkauft und hätte aufgrund der hohen Nachfrage noch deutlich mehr kostenlose Tickets vergeben können. Nun steht der Verein vor der Herausforderung, strukturell, finanziell und geistlich gesund weiterzuwachsen und neben dem Lobpreisabend auch weitere überkonfessionelle Projekte wie eine Sportgruppe und „Praise Again Kids” ins Leben zu rufen. Dabei will sich der Verein vom Heiligen Geist leiten lassen und ist sich sicher, dass Gott Großes für den Nordosten Deutschlands bereithält.